Gott möchte nicht den Tod von Menschen, die Sünder sind. Denn er liebt die Menschen so sehr, dass er bereit war, seinen eigenen, einzigartigen Sohn für sie zu geben. Diese großartige, unfassbare Zuwendung Gottes wird durch das Beispiel der Fehmarnsundbrücke illustriert.

Die Fehmarnsundbrücke

Wir sind die Menschen, die Gottes Maßstäbe missachtet und eine Kluft zwischen Gott und uns errichtet haben. „Sund“ ist sozusagen ein „Stück“ Meer, das zwischen Festland und Insel entstanden ist – wie Fehmarnsund zwischen Fehmarn und dem Festland. Dieses alte Wort „Sund“, heute „Sünde“, bezeichnet in der Bibel die Lücke, die Abweichung, die jeden Menschen von Gott trennt. Und es gibt keinen gerechten Menschen, der von sich aus Gott gesucht und zufrieden gestellt hätte. Kein einziger Mensch hat wirklich und immer Gutes getan – in dem Sinn, dass es den Ansprüchen Gottes standhalten würde.

Das wird vermutlich auch keiner von sich behaupten. Denn eine ehrliche Bestandsaufnahme macht deutlich, wie vieles im eigenen Leben im Argen liegt. Dass man alles gesucht hat, nur nicht Gott! Dass man sich selbst erhöhen, die eigenen Begierden befriedigen, nicht jedoch Gott ehren wollte. Ganz abgesehen von Gottes guten Geboten: Du sollst nicht ... lügen, töten, ehebrechen, stehlen (auch nicht beim Finanzamt!) usw. Wer wollte ernsthaft behaupten, dass er immer vollständig gerecht nach dem göttlichen Gesetzbuch gehandelt hätte?

Da Gott vollkommen gerecht ist (das steht an vielen Stellen in der Bibel, zum Beispiel in Römer Kapitel 1 Vers 17 und 18), muss Er alles das verurteilen, was ungerecht ist. Und wenn jemand auch nur eine einzige Sünde getan hätte: Gott müsste diesen Menschen verurteilen. Verurteilen bedeutet, dass Gott jeden Menschen bestrafen muss. Worin besteht die Strafe? Gott als höchste Instanz hat das Strafmaß selbst festgelegt: den ewigen Tod! Das sagt Gott im Römerbrief, Kapitel 1 Vers 32 ausdrücklich. Das bedeutet eine Ewigkeit ohne Gott zu verbringen – fern von dem Angesicht seiner Stärke. Das wird eine ewige Qual sein! Das muss ein schrecklicher Ort sein, aus dem es kein Entrinnen gibt. Es handelt sich nicht um eine Karikatur, sondern um einen realen Ort mit unaufhörlichen Leiden, die sich ein Mensch heute noch gar nicht vorstellen kann!

Aber Gott wollte nicht den Tod des Sünders, sondern dass dieser umkehrt von seinem falschen Weg und zu Ihm kommt. Doch dazu musste Er selbst eine „Fehmarnsundbrücke“ errichten, denn die Distanz ist für alle Menschen unüberbrückbar gewesen. Und diese Brücke zu Gott ist Jesus Christus, der leidende Mensch am Kreuz!

Kein Ausweg – sondern Barmherzigkeit

Es gäbe für uns kein Entrinnen, keinen Ausweg mehr. Kein Mensch könnte sich selbst retten, denn es gab und gibt keinen Menschen, der ohne Sünde ist. Daher gäbe es eigentlich für alle keine Hoffnung! Das jedoch wollte Gott nicht! Gott will nicht den Tod des Sünders. Der Herr „ist langmütig gegen euch, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen“ (2. Petrus Kapitel 3 Vers 9).

Aus reiner Liebe und Barmherzigkeit hat Gott den Herrn Jesus auf diese Erde geschickt, damit Menschen nicht verloren gehen müssen. Ist es nicht eine großartige Perspektive zu wissen, dass der Schöpfer-Gott aus Liebe seinen Geschöpfen in Jesus Christus seine liebende, vergebungsbereite Hand entgegenstreckt? Das Angebot sollte man nicht ausschlagen.

Hier geben wir ein Gedicht der bekannten Liederdichterin Margret Birkenfeld wieder, das diese Botschaft noch einmal in zu Herzen gehender Weise ausdrückt

 

Auf dem Hügel Golgatha

Auf dem Hügel Golgatha
drei Kreuze stehn.
In der Mitte, da hängt Jesus.
Was ist geschehn?

Auf dem Hügel Golgatha,
dort wird es Nacht.
In das Dunkel ruft der Heiland:
„Es ist vollbracht!“

Auf dem Hügel Golgatha
bin ich dabei.
Jesus stirbt für meine Sünden:
Er macht mich frei!

 

(von Margret Birkenfeld)